Kommunale Ausländer- und Integrationsbeauftragte (KAIB)

Integration braucht ein starkes Netzwerk! Die Erfahrungen und das Engagement der Kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten sind ein wesentlicher Teil dieses Netzwerks und eine wichtige Basis der erfolgreichen Migrations- und Integrationsarbeit in Sachsen.

Der Ausländerbeauftragte arbeitet deshalb eng mit den kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten zusammen. So kann er die regionale Arbeit unterstützen und zentral vernetzen. Dazu finden mehrmals jährlich Workshops, Schulungen und Fachtagungen statt. Ein wichtiges Anliegen der Netzwerkarbeit ist der schnelle Austausch von Informationen und die rasche Weitergabe von erfolgreichen Arbeitsansätzen.

KAIB-Treffen am 30. September 2019: Kinderbetreuung bei Sprachkursen und Hausordnungen

Themen des Treffens waren die Integrationskurs begleitende Kinderbetreuung, die insbesondere Frauen noch bessere Möglichkeiten zur Teilnahme an Integrationskursen bieten soll. Dabei wurden Herausforderungen der Kinderbetreuung für die Eltern, die Kinder und sowie die Sprachkursträger thematisiert. Zudem wurden mögliche Maßnahmen zum Gewaltschutz in den sächsischen Flüchtlingsunterkünften sowie deren  Hausordnungen thematisiert. Die kommunalen Beauftragten und der Sächsische Ausländerbeauftragte berichteten über aktuelle Entwicklungen und tauschten neue Informationen.

KAIB - Treffen am 29. Mai 2017: Standards und Aufgabenteilung

Hauptthemen des Treffens waren die Weiterentwicklung des „Heim-TÜV“, ein Bericht der Sächsischen Härtefallkommission, das neue Sächsische Zuwanderungs- und Integrationskonzept und die unterschiedlichen Qualitätsstandards der Sprachkurse. In der Runde der Kommunalen Integrations- und Ausländerbeauftragten wurden die Änderung der Richtlinie Integrative Maßnahmen, die Aufgaben und Kompetenzen der Kommunalen Integrationskoordinatoren (KIK) sowie die Qualitätskriterien für die Flüchtlingssozialbetreuung in Sachsen diskutiert.

KAIB-Treffen 28. November 2016: FIM, Islam und Heim-TÜV

Schwerpunkte des Austausches waren Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM), die Weiterentwicklung des „Heim-TÜV“ und dessen aktueller Stand. Ausführlich wurden die kommunalen Beauftragten über die Situation von Muslimen in Sachsen unterrichtet sowie über die Abgrenzung von Islam und Islamismus informiert. Die gegenseitige Information zur Arbeit in den Landkreisen  und Städten beschloss das Treffen.

KAIB-Treffen 23. Mai 2016: Neue Verfahren bei BAMF und Jobcenter

Auf ihrer Frühjahrstagung wurden die Beauftragten über die neuen Verfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge informiert. Die Vorstellung erfolgte am Modellprojekt Dresden. Weitere Themen waren der Übergang ins Jobcentersystem und die damit verbundenen Übergangs- und Umzugsszenarien. In der offenen Diskussion dominierten der Zu- und Fortzug von Flüchtlingen,  Bindungsstrategien, das Ehrenamt und dessen Attraktivitätssteigerung. Die Geschäftsstelle informierte außerdem über aktuelle rechtliche Änderungen und gab einen Ausblick zu gesetzlichen Entwicklungen.

KAIB-Treffen am 2. November 2015: Spracherwerb und Flüchtlingskoordination

Im Fokus des dritten KAIB-Treffens im Jahr 2015 standen die Themen Spracherwerb und Flüchtlingskoordination. Sebastian Vogel, Leiter des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, stellte dabei die aktuellen Zielsetzungen und Ideen zur Förderung des Spracherwerbs von Flüchtlingen vor.
Eingeladen waren zudem Noemi Driemel und Nagy Hussein, die seit Juni 2015 für die Flüchtlingskoordination der Stadt Radebeul zuständig sind. Sie gaben einen interessanten Einblick in ihr Tätigkeitsfeld und die Herausforderungen in der Praxis der Flüchtlingsarbeit. Dabei stand unter anderem die Koordination der Ehrenamtlichen im Blickpunkt.
Aufgrund der zahlreichen aktuellen gesetzlichen Neuregelungen im Bereich Integration und Asyl stand dieser Punkt ebenfalls auf der Tagesordnung. Zudem tauschten sich Geert Mackenroth und die kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragte über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in Sachsen sowie in den Landkreisen, den Kreisfreien Städten aus.

KAIB-Treffen am 29. Juni 2015: QMS-Unterbringung und Flüchtlings-APP

Geert Mackenroth stellte die aktuellen Ergebnisse des Lenkungsauschusses und des Migrationsgipfels vor und ging auf die beabsichtigten Förderungen für integrative Maßnahmen ein. Die siebzehn Beauftragten stellten im Anschluss die Situation in ihrem Verantwortungsbereich vor. Daran schloss sich eine Präsentation der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten an, in der die Ziele des erweiterten Heim-TÜV dargestellt wurden. Er soll zu einem Qualitätsmanagmentsystem ausgebaut werden.

Viola Klein, Geschäftsführerin Saxonia Systems AG, stellte den Stand der aktuelllen Entwicklung einer mobilen App für Flüchtlinge vor. Damit soll eine skalierbare Plattform für Hilfsangebote und -bedarfe geschaffen werden.

KAIB-Treffen am 25. März 2015: Vernetzung in den Regionen und Übergang in Jobcenter

Hauptthema des ersten Treffens in der neuen Amtszeit war die regionale Vernetzung. Nach den Berichten aus den einzelnen Regionen stellte Dr. Thomas Voigt vom Landratsamt Leipzig Land die Zusammenarbeit in diesem Landkreis vor. Daran schloss sich ein gemeinsamer Austausch zu den regionalen Vernetzungsstrukturen  an. Gemeinsam fassten die Beauftragten zusammen:

Vernetzung muss zwischen Migranten untereinander, behörderintern, fachlich und räumlich sowie projekt- und anlassbezogen erfolgen. In Behörden sind interne Clearingstellen von Vorteil. Die Vernetzung muss korrdiniert werden.

Bedarf gibt es bei der Förderung des Übergangs in die Verantwortung von Jobcentern. Zudem sollen die Beiräte der  Jobcenter für eine bessere Begleitung des Übergangs in das Jobcentersystem eingebunden werden. In Behördern muss der Gedanke vernetzten Arbeitens gefördert werden. Die KAIB empfehlen, die Formulare der Ausländerbehörden bundesweit übersetzen zu lassen. Ein einheitlicher Umgang muss bei den noch unterschiedlichen Vorgehen beim Datenschutzes der Sozialdaten von Migranten in den Kommunen angestrebt werden.  Letztlich soll ein Infoblatt für den Übergang auch für Paten erstellt werden.