Ausgewählte Fakten

Aktuelle Fakten, statistische Basisinformationen und Bonbons werden hier vorgestellt. Ausführlichere Informationen in Tabellenform unter Angabe der Vorjahreszahlen sind unter Statistik zusammengefasst. Alle Jahresberichte besitzen einen umfangreichen Anhang mit Tabellen und Grafiken. Unsere Geschäftsstelle stellt - insbesondere für Pressevertreter - aktuelle und spezielle Informationen zusammen.

Anteil von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit an der Gesamtbevölkerung

5,0 Prozent der sächsischen Bevölkerung sind Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die meisten leben in sächsischen Städten. Beispielsweise sind 56.399 Personen von insgesamt 590.401 Einwohnern in Leipzig Ausländer. Das entspricht einem Anteil von 9,6 Prozent der Bevölkerung Leipzigs.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Stand: 30.09.2019, Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Zensusdaten vom 9. Mai 2011, sowie eigene Berechnungen)

 

 

Einbürgerungen in Sachsen
Im Jahr 2019 wurden 2.091 Menschen in Sachsen eingebürgert, 444 mehr als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Eingebürgerten (1.139) stammt aus Ländern Europas. Am stärksten vertreten waren dabei die Ukraine (227) und das Vereinigte Königreich (166) gefolgt von Polen 136 Eingebürgerten. Die Zahl der Einbürgerungen aus dem Vereinigten Königreich hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Aus Asien ließen sich 699 Personen einbürgern - mit 190 Einbürgerungen liegt Vietnam vor Syrien (133) und dem Iran (55). Aus afrikanischen Ländern stammen 126 Eingebürgerte. Davon kommen 25 aus Ägypten, 25 aus Algerien und 24 aus Tunesien. Vom amerikanischen Kontinent ließen sich 111 Personen einbürgern, davon 31 aus Kuba, 15 aus Brasilien und 13 aus Mexiko.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

 

Anteil der Schüler, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist an Gymnasien
Fast jeder fünfte der insgesamt 47.989 Schüler, dessen Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist, an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges in Sachsen besuchte im Schuljahr 2019/20 ein Gymnasium (8.346), ein Abendgymnasium (47) oder ein Kolleg (380) mit dem Ziel, das Abitur zu erwerben. Im Schuljahr 2018/19 erreichten 24,2 Prozent der Absolventen mit Migrationshintergrund die allgemeine Hochschulreife. Bei den Absolventen ohne Migrationshintergrund waren es 34,0 Prozent.
Das bisherige Merkmal „Schüler mit Migrationshintergrund“ wurde mit dem aktuellen Schuljahr 2018/19 ersetzt durch das Merkmal „Schüler, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist“. Daten zu Schülern mit Migrationshintergrund erfasste das Statistische Landesamt seit dem Schuljahr 2008/09. Demnach sind Schüler mit Migrationshintergrund jene, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen und die selbst oder deren Eltern (bzw. ein Elternteil) oder Großeltern nach Deutschland zugewandert sind, ungeachtet ihrer gegenwärtigen Staatsangehörigkeit und ungeachtet dem Aufenthaltsstatus. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht.
(Definition und Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, eigene Berechnungen)

 

Ausländische Studenten in Sachsen
Sachsen ist bei ausländischen Studenten beliebt, wie die Zahlen verraten. Kamen im Wintersemester 1993/1994 noch 2.917 Studenten (5 Prozent an allen Studenten in Sachsen) aus dem Ausland, so erreichte ihre Zahl im Wintersemester 2019/20 insgesamt 18.298 und damit 17,1 Prozent an allen Studenten.
Mehr als die Hälfte der ausländischen Studenten (9.476 bzw. 51,8 Prozent) kommen aus Asien; die meisten aus China (3.477), Indien (1.867) und Syrien (649).
Insgesamt 8.527 ausländische Studenten (46,6 Prozent) waren im Wintersemester 2019/20 in den Ingenieurwissenschaften immatrikuliert.
Etwa jeder fünfte ausländische Student (19,1 Prozent oder 3.501) war im Bereich Rechts-, wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben, jeder achte im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften (2.196 bzw. 12 Prozent). Verglichen mit Daten vom Wintersemester 2013/14 hat der Bereich Ingenieurwissenschaften damit deutlich zugelegt. 2013/14 waren etwa 31,0 Prozent der ausländischen Studenten in diesem Bereich eingeschrieben, im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 24,8 Prozent und im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften 15,8 Prozent.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, sowie eigene Berechnungen).

 

Promotionen durch Ausländer in Sachsen
Im Jahr 2018 gab es insgesamt 1.498 erfolgreiche Promotionen in Sachsen. Darunter befanden sich 330 Promotionen durch ausländische Staatsangehörige, das heißt, fast jeder fünfte Doktortitel wurde an einen Ausländer verliehen. Mit 155 wurden die meisten Promotionen von Ausländern im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften abgelegt. Bei insgesamt 455 Promotionen im Bereich entspricht das einem Anteil von 34,1 Prozent. Knapp in Folge steht der Bereich Geisteswissenschaften, in welchem 33,8 Prozent der Promotionen (29 von insgesamt 86) durch Ausländer abgeschlossen wurden. Im Bereich Ingenieurwissenschaften wurden 83 von insgesamt 368 Promotionen durch ausländische Staatsangehörige abgeschlossen. Das entspricht einem Anteil von 22,6 Prozent.
Insgesamt erwarben 3.272 ausländische Absolventinnen und Absolventen einen Hochschulabschluss an einer sächsischen Hochschule – mit 1.276 die meisten im Bereich Ingenieurwissenschaften, gefolgt von Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 943 und Mathematik/Naturwissenschaften mit 451 Absolventen.
(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

 

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländer
Der Ausländeranteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt 5,3 Prozent.

Etwa drei Viertel (73,4 Prozent bzw. 62.357 Personen) stammen aus dem europäischen Ausland.
Mit 13 Prozent sind die meisten Ausländer im Bereich Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften (Zeitarbeitsfirmen) beschäftigt. Weitere 9,5 Prozent sind im Gastgewerbe und 7 Prozent im Bereich Baustellenarbeiten, Bauinstallation usw. tätig. Der Bereich Gesundheits-, Sozialwesen und Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime) beschäftigt weitere 8,4 Prozent.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.06.2019

 

Ausländer im Gesundheits- und Sozialwesen
Im Gesundheitswesen (z.B. in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen) sind insgesamt 3.943 Ausländer tätig, darunter mit 3.070 (78 Prozent) die meisten in Krankenhäusern und mit 552 (14 Prozent) in Arzt- bzw. Zahnarztpraxen.

Zudem sind zwei Prozent der Beschäftigten Ausländer im Bereich Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime) tätig. Mit 1.163 ausländischen Mitarbeitern (68,3 Prozent der Ausländer im Bereich Heime) werden dabei die Pflegeheime unterstützt. Weitere 510 Ausländer arbeiten in Altenheimen bzw. Alten- und Behindertenwohnheimen in Sachsen. Das entspricht einem Anteil von drei Prozent an allen Beschäftigten in diesen Heimen, bzw. 30 Prozent der Ausländer im Bereich Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.06.2019

 

Anteil ausländischer Ärzte in Sachsen
Jeder fünfte Arzt in sächsischen Krankenhäusern ist Ausländer. Von insgesamt 9.960 im stationären Bereich tätigen Medizinern sind 1.894 ausländische Ärzte, das entspricht 19 Prozent. Im ambulanten Bereich liegt der Anteil der ausländischen Ärzte bei 5 Prozent. Auch die Anzahl der syrischen Ärzte hat sich in den letzten sechs Jahren von 52 auf 297 mehr als verfünffacht. Insgesamt sind zum Jahresende 2019 bei der Sächsischen Landesärztekammer 2.955 ausländische Ärzte aus 102 Nationen gemeldet.
(Quelle: Sächsische Landesärztekammer 31.12.2019, sowie eigene Berechnungen)

 

Asylsuchende in Sachsen

Im Jahr 2019 kamen 6.645 Asylsuchende nach Sachsen und damit 2.183 weniger als im Vorjahr (8.828). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verzeichnete 2019 insgesamt 7.535 Asylanträge. Darunter befanden sich 6.310 Erstanträge und 1.225 Folgeanträge. Im gleichen Zeitraum entschied das BAMF über 8.614 Anträge und traf insgesamt 2.278 positive Entscheidungen, das entspricht einer Gesamtschutzquote von 26,4 Prozent. Werden die sonstigen Verfahrenserledigungen (z.B. Rücknahmen; kein weiteres Verfahren) herausgerechnet, ergibt sich die sogenannte bereinigte Schutzquote. Bei 2.926 sonstigen Erledigungen beträgt sie 40 Prozent.

(Quelle: BAMF)

 

Eheschließungen

In Sachsen wurden 2018 insgesamt 20.586 Ehen geschlossen. Darunter werden auch 1.088 gleichgeschlechtliche Eheschließungen und Umwandlungen von Lebenspartnerschaften in Ehen sowie 332 Nacherfassungen aus 2017 zusammengefasst.

Zwischen deutschen und nichtdeutschen Staatsangehörigen wurden 1.143 Ehen geschlossen, was 5,6 Prozent entspricht. Bei 147 weiteren Eheschließungen waren beide Ehepartner Ausländer.

(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, eigene Berechnungen)