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Ausgewählte Fakten

Aktuelle Fakten und statistische Basisinformationen werden hier vorgestellt. Grafiken und Diagramme werden unter Statistik angeboten. Sie sind rasch erfassbar und mit weiterführenden Tabellen verlinkt. Unsere Geschäftsstelle stellt - insbesondere für Pressevertreter - aktuelle und spezielle Informationen zusammen.

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Menschen aus vielen Nationen vor dem Sächsischen Landtag

Anteil von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit an der Gesamtbevölkerung

8,4 Prozent der sächsischen Bevölkerung sind Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die meisten leben in sächsischen Städten. Beispielsweise sind 88 001 Personen von insgesamt 615 932 Einwohnern in Leipzig Ausländer. Das entspricht einem Anteil von 14,3 Prozent der Bevölkerung Leipzigs.

(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Stand: 31.12.2025, Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Zensusdaten vom 15. Mai 2022, sowie eigene Berechnungen)

Einbürgerungen in Sachsen

Im Jahr 2025 wurden 5 195 Menschen in Sachsen eingebürgert, 787 und damit ein Sechstel mehr als im Vorjahr. Der größte Anteil der Eingebürgerten (2 867) kam aus asiatischen Ländern. Am stärksten vertreten waren dabei die Länder Syrien (1 801) und Irak (211).

Aus Europa stammen 1 732 Eingebürgerte, wobei etwa ein Drittel davon aus einem EU-Staat (568) kam. Die drei herkunftsstärksten Länder Europas waren die Russische Föderation (437), die Ukraine (291) und Polen (198).

Aus afrikanischen Ländern stammen 308 Eingebürgerte; aus Amerika 179.

(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Anteil der Schüler, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist an Gymnasien

Mehr als jeder fünfte der insgesamt 66 925 Schüler (22,1 Prozent), dessen Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist, und der an allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges in Sachsen unterrichtet wird, besuchte im Schuljahr 2025/26 ein Gymnasium (14 288), ein Abendgymnasium (90) oder ein Kolleg (411) mit dem Ziel, das Abitur zu erwerben.

Im Schuljahr 2024/25 erreichten 21,4 Prozent der Absolventen, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist, die allgemeine Hochschulreife. Bei den Absolventen ohne dieses Merkmal waren es 30,2 Prozent.

Das bisherige Merkmal „Schüler mit Migrationshintergrund“ wurde mit dem Schuljahr 2018/19 ersetzt durch das Merkmal „Schüler, deren Herkunftssprache nicht oder nicht ausschließlich Deutsch ist“. Daten zu Schülern mit Migrationshintergrund erfasste das Statistische Landesamt seit dem Schuljahr 2008/09. Demnach sind Schüler mit Migrationshintergrund jene, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen und die selbst oder deren Eltern (bzw. ein Elternteil) oder Großeltern nach Deutschland zugewandert sind, ungeachtet ihrer gegenwärtigen Staatsangehörigkeit und ungeachtet des Aufenthaltsstatus. Eine zeitliche Begrenzung gibt es nicht.

(Definition und Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, eigene Berechnungen)

Ausländische Studenten in Sachsen

Sachsen ist bei ausländischen Studenten beliebt, wie die Zahlen verraten. Kamen im Wintersemester 1993/1994 noch 2.917 Studenten (5 Prozent aller Studenten in Sachsen) aus dem Ausland, so erreichte ihre Zahl im Wintersemester 2025/26 den bisherigen Höchststand mit 21 113 ausländischen Studenten, das entsprach 19,6 Prozent aller Studenten. Mehr als die Hälfte der ausländischen Studenten (11 117 bzw. 52,7 Prozent) kommen aus Asien; die meisten aus Indien (4 031), China (1 972) und Pakistan (773).

Insgesamt 10 083 ausländische Studenten (47,8 Prozent) waren im Wintersemester 2025/26 in den Ingenieurwissenschaften immatrikuliert. Etwa jeder sechste ausländische Student (15,1 Prozent oder 4.396) war im Bereich Wirtschaftswissenschaften oder im Bereich Mathematik, Naturwissenschaften (3 161 bzw. 15 Prozent) eingeschrieben.

Verglichen mit Daten vom Wintersemester 2013/14 hat der Bereich Ingenieurwissenschaften damit deutlich zugelegt. 2013/14 waren etwa 31,0 Prozent der ausländischen Studenten in diesem Bereich eingeschrieben.

(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, sowie eigene Berechnungen).

Hochschulabschlüsse und Promotionen durch Ausländer in Sachsen

Im Jahr 2024 befanden sich an den Hochschulen im Freistaat Sachsen 13 021 Personen in einem laufenden Promotionsverfahren. Etwa jeder vierte der Promovierenden (3 171 bzw. 24,4 Prozent) hatte eine ausländische Staatsangehörigkeit. Etwa ein Drittel der ausländischen Promovierenden (1 005 bzw. 31,7 Prozent) in Mathematik/Naturwissenschaften. Im Bereich der Ingenieurwissenschaften promovieren aktuell 954 ausländische Staatsangehörige (30,1 Prozent).

2024 waren insgesamt 19 401 bestandene Abschlussprüfungen an Sachsens Hochschulen zu verzeichnen, darunter befanden sich 3 509 Ausländer (18,1 Prozent). Davon entfielen 294 von insgesamt 1 539 Promotionen (19,1 Prozent) auf ausländische Staatsangehörige, das heißt, fast jeder fünfte Doktortitel wurde an einen Ausländer verliehen.

(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländer

Der Ausländeranteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt 9,4 Prozent.

Etwa zwei Drittel (64,4 Prozent bzw. 99 814 Personen) stammen aus dem europäischen Ausland.

Mit 74,5 Prozent sind die meisten Ausländer im Dienstleistungsbereich beschäftigt (115 356). Dazu zählen unter anderem das Gastgewerbe, Arbeitnehmerüberlassung/Leiharbeit oder auch das Gesundheitswesen. Etwa ein Viertel (24,5 Prozent bzw. 37 973 Personen) sind im Bereich Produzierendes Gewerbe tätig. Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft bzw. Fischerei sind 1 565 Ausländer tätig (1 Prozent).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.09.2025)

Ausländer im Gesundheits- und Sozialwesen

Im Gesundheitswesen (z.B. in Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen) sind insgesamt 8 508 Ausländer tätig, darunter mit 6 148 (72,3 Prozent der beschäftigten Ausländer im Gesundheitswesen) die meisten in Krankenhäusern und mit 1 554 (18,3 Prozent) in Arzt- bzw. Zahnarztpraxen.

Zudem sind 9,1 Prozent aller Beschäftigten im Bereich Heime ohne Erholungs- und Ferienheime Ausländer (5 054 von 55 404). Mit 3 228 ausländischen Mitarbeitern (63,9 Prozent der Ausländer im Bereich Heime) werden dabei die Pflegeheime unterstützt. Weitere 1 772 Ausländer arbeiten in Altenheimen bzw. Alten- und Behindertenwohnheimen in Sachsen. Das entspricht einem Anteil von 10 Prozent an allen Beschäftigten in diesen Heimen, bzw. 35 Prozent der Ausländer im Bereich Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.09.2025

Anteil ausländischer Ärzte in Sachsen

Fast jeder vierte Arzt in sächsischen Krankenhäusern ist Ausländer. Von insgesamt 11 645 im stationären Bereich tätigen Medizinern sind 3 241 ausländische Ärzte, das entspricht 27,8 Prozent (2024: 23,5 Prozent). Im ambulanten Bereich liegt der Anteil der ausländischen Ärzte bei 8,8 Prozent (2024: 5,8 Prozent). Auch die Anzahl der syrischen Ärzte ist in den letzten elf Jahren von 52 auf 768 (2024: 571) auf fast das Fünfzehnfache gestiegen und stellt mittlerweile die größte Gruppe ausländischer Ärzte, dicht gefolgt von Ärzten aus der Tschechischen Republik (376).

Insgesamt sind zum Jahresende 2025 bei der Sächsischen Landesärztekammer 4 040 (2024: 3 486) ausländische Ärzte aus 130 Nationen gemeldet (2024 zum Vergleich: 3 486 Ärzte aus 109 Nationen).

(Quelle: Sächsische Landesärztekammer 31.12.2025, sowie eigene Berechnungen)

Asylsuchende in Sachsen

Im Jahr 2025 kamen 5 189 Asylsuchende nach Sachsen und damit fast die Hälfte weniger als im Vorjahr (10 120). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verzeichnete 2025 für Sachsen insgesamt 9 123 Asylanträge (2024: 12.278). Darunter befanden sich 6 217 Erstanträge (2024: 11 295) und 2 906 Folgeanträge (2024: 983). Im gleichen Zeitraum entschied das BAMF über 13 635 Anträge (2024: 17.153) und traf insgesamt 3 869 positive Entscheidungen, was einer Gesamtschutzquote von 28,4 Prozent entspricht (2024: 6 553 positive Entscheidungen, Gesamtschutzquote 38,2 Prozent). Werden die sonstigen Verfahrenserledigungen (z.B. Rücknahmen; kein weiteres Verfahren) herausgerechnet, ergibt sich die sogenannte bereinigte Schutzquote. Bei 2 859 sonstigen Erledigungen beträgt diese 35,9 Prozent (2024: 46 Prozent bei 2 910 sonstigen Erledigungen).

(Quellen: SMI, BAMF)

Eheschließungen

In Sachsen wurden 2025 insgesamt 14 359 Ehen geschlossen (2024: 14 512) einschließlich 393 gleichgeschlechtliche Eheschließungen (2024: 368).

Zwischen deutschen und nichtdeutschen Staatsangehörigen wurden 898 Ehen geschlossen (2024: 870), was 6,3 Prozent entspricht (2024: 6,0 Prozent). Bei 160 weiteren Eheschließungen waren beide Ehepartner Ausländer (2024: 115).

(Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)